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Projekt mit Pilotcharakter

Meppen. 21 Unternehmen, vorwiegend aus dem Emsland, haben an den zwei Workshopreihen der Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland (EEA-EL) zur Energieeffizienzsteigerung teilgenommen. Mit der EWE als Partner im nördlichen und der RWE im südlichen Emsland will Wilfried Gravel von der Energieeffizienzagentur die Unternehmen in Bezug auf den sinnvollen Umgang mit Energie sensibilisieren.

21 Unternehmen absolvierten Workshop der Energieeffizienzagentur

Meppen. 21 Unternehmen, vorwiegend aus dem Emsland, haben an den zwei Workshopreihen der Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland (EEA-EL) zur Energieeffizienzsteigerung teilgenommen. Mit der EWE als Partner im nördlichen und der RWE im südlichen Emsland will Wilfried Gravel von der Energieeffizienzagentur die Unternehmen in Bezug auf den sinnvollen Umgang mit Energie sensibilisieren.

„Die Workshopreihe hat den Teilnehmern viel Know-how für künftige Energieeinsparungen in ihren Unternehmen geboten“, so Gravel. Die Energieeffizienzagentur habe als erste Institution in der Region das Thema Energiemanagement für KMU aufgenommen und in der Form eines Workshops umgesetzt. So wurden im Lauf des Workshops Anlagen beziehungsweise ganze Unternehmen auf ihren Energieverbrauch und ihre Energieeffizienz untersucht und bewertet, um Transparenz und damit Potenzial für Verbesserungsmaßnahmen zu schaffen. Die Teilnehmer trafen sich zu mehreren Workshop- und Stammtischtreffen, um gemeinsam den Fortschritt der Maßnahmen untereinander zu diskutieren. Während der Treffen wurden energetische Bewertung, Durchführung einer Energieplanung und ein Review beziehungsweise eine Auditierungsvorbereitung vorgenommen. „Die Durchleuchtung und Optimierung der Unternehmensprozesse können Energie und damit auch Kosten einsparen“, so Gravel weiter. Die Einsparpotenziale für kleine und mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes seien massiv. Auch steuerrechtlich war die Workshopreihe von Bedeutung. Denn wer aus dem produzierenden Gewerbe den Antrag auf Spitzenausgleich noch 2012 gestellt hat, bekommt ihn noch ohne zusätzliche Anforderungen gewährt. Ab 2013 sind allerdings für diese Steuerentlastung implementierte Energiemanagementsysteme (EMS) und Effizienzsteigerungsziele vorzuweisen. Aufgrund des hohen Aufwandes dürfen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 betreiben. Bei den verschiedenen Treffen wurde unter Anleitung der Experten von EEA EL, RWE und EWE auf eine mögliche Auditierung hingearbeitet. „Dieses Projekt hatte somit ein Pilotcharakter, da sich die Unternehmen unter Anleitung sich dieser umfangreichen Aufgabe stellten“, berichtet Gravel. Der größte Vorteil eines Energiemanagementsystems oder des Energieaudits liege laut dem Mitarbeiter der Energieeffizienzagentur in der Energieeinsparung. Denn für jede nicht verbrauchte Kilowattstunde brauche auch kein Arbeitspreis, keine Steuern und Zulagen gezahlt werden. Daher ist auch Norbert Leigers von der Firma Vehmeyer aus Haselünne von der Workshopreihe überzeugt. „Gemeinsam haben wir voneinander gelernt und uns gegenseitig unterstützt“, so Leigers. Aufgrund des Erfolges der Reihe plant die Energieeffizienzagentur weitere Veranstaltungen dieser Art. Das das Interesse an dem Thema Energieeffizienz groß ist, zeigte auch ein dem Workshop nachgelagerten Schulung, an dem sich bereits sieben Unternehmensvertreter beteiligt hätten. Laut Gravel sollen diese Treffen weitergeführt werden, um Erfahrungsberichte untereinander auszutauschen.

Die Teilnehmer der Workshopreihe, wie hier die Gruppe aus dem nördlichen Emsland, profitierten von der Veranstaltung von der Energieeffizienzagentur Emsland.