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„Energieautarke Unternehmen schon heute möglich“

Papenburg. Energiemanagement in Unternehmen wird in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dieses Fazit zogen die Teilnehmer in der gleichnamigen gemeinsamen Veranstaltung von der Energieeffizienzagentur Emsland (EEA-EL) und der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg.

Veranstaltung von EEA und HÖB informierte über Energieeffizienz in Unternehmen

Papenburg. Energiemanagement in Unternehmen wird in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dieses Fazit zogen die Teilnehmer in der gleichnamigen gemeinsamen Veranstaltung von der Energieeffizienzagentur Emsland (EEA-EL) und der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg.

Die Frage nach Energie gewinnt zunehmend an Bedeutung und ist in der Wirtschaft ein wichtiger Kostenfaktor. Eine effiziente Nutzung von Energie ermöglicht einem Unternehmen diesen Kostenfaktor zu beeinflussen und somit erheblich zu senken. „Energieeffizienz wird zu einem unverzichtbaren Standbein in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit“, ist Wilfried Gravel von der Energieeffizienzagentur Emsland (EEA-EL) überzeugt. Wer seine Ressourcen wirtschaftlich effizient einsetze, verschaffe sich klare Vorteile. Einen Schritt weiter geht die Referentin Prof. Dr. Agnes Pechmann von der Hochschule Emden/Leer. In ihrem Studiengang Energieeffizienz forscht sie gemeinsam mit ihren Studenten im Bereich Energieautarke Unternehmen. „Ist es möglich. Produktionsunternehmen alleine mit regenerativen Energien zu betreiben?“, stellte sie in den Raum. Ihrer Meinung schon. Mit Hilfe von „virtuellen“ Kraftwerken und eines ePPS (Energie-Produktionsplanungs- und Steuerungssystem) könnten sogenannte Energiefahrpläne erstellt werden, die helfen, Lastspitzen zu vermeiden und die vorhandene Energie wirtschaftlich einzusetzten. Virtuelle Kraftwerke sind ein Mix an unterschiedlichen erneuerbaren Energieträgern wie zum Beispiel Photovoltaik- und Windkraftanlagen und Blockheizkraftwerke sowie von thermischen und elektrischen Speichern. Gerade diese Kombination ermögliche eine kontinuierliche autarke Energieversorgung. Im Anschluss gaben Carsten Röttgers von der Karl Röttgers GmbH und Anton Held von der UPM Nordlandpapier GmbH Einblicke bei der Einführung eines Energieaudits beziehungsweise eines Energiemanagementsystems. Je nach Größe des Unternehmens verlangt der Gesetzgeber bei einem Antrag auf Spitzenausgleich seit diesem Jahr entweder die Einführung eines Energiemanagementsystems bei Großunternehmen oder ein Energieaudit bei KMU. Dies sei auch zunächst bei den beiden Unternehmen der Grund für das Engagement im Bereich Energieeffizienz gewesen. Schnell wurden aber auch die Kosteneinsparungspotentiale erkannt. „Wir wissen jetzt, welche Maschine wann welche Energie braucht“, sagt Röttgers. Mit diesem Wissen, könne wirtschaftlich geplant werden. Ein großes Lob sprach der Geschäftsführer auch der Energieeffizienzagentur Emsland aus. „Wir können froh sein, das wir im Emsland so eine Anlaufstelle haben“, so Röttgers. Einen Überblick über die Fördermöglichkeiten gab Stefan Kleinheider von der NBank.

Informierten über Energieeffizienz in Unternehmen. V.l. Kathrin Klaffke (HÖB), Prof. Dr. Agnes Pechmann (HS Emden/Leer), Carsten Röttgers (Röttgers GmbH), Wilfried Gravel (EEA-EL), Stefan Kleinheider (NBank) und Anton Held (UPM Nordland).