Solarberatung im Landkreis Emsland startet wieder

05.06.2020

Vor-Ort-Termin mit Abstands- und Hygieneregeln

Meppen. Ab sofort können sich Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern zum Thema Solarenergie beraten lassen. Ermöglicht wird das durch eine Kooperation der Energieeffizienzagentur Landkreis Emsland (EEA-EL) mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen und der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Bereits im vergangenen Jahr stieß der „Solar-Check“ auf große Nachfrage, mehr als 180 Beratungen konnten im Landkreis durchgeführt werden.

„Bei einem Hausbesuch erfahren die Eigentümer, welche Möglichkeiten es in ihrem Gebäude gibt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung und auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen. Im Nachgang erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht zur Solareignung ihres Hauses und ausführliche Informationsmaterialen,“ beschreibt Karin Merkel von der Verbraucherzentrale das Beratungsangebot.

„Berater und Hauseigentümer müssen sich beim Vor-Ort-Termin an die Abstands- und Hygieneregeln halten,“ betont Merkel. Formalitäten und die Daten zum Energieverbrauch können bereits vorab telefonisch oder per E-Mail ausgetauscht werden. „Wir möchten unseren Hauseigentümern diese umfangreiche Beratung nahebringen“, erläutert Johannes Lorenz von der EEA-EL. „Sie ist eine gute Grundlage und Entscheidungshilfe bei den Überlegungen rund um den Bau einer Solaranlage.“

Die Beratung erfolgt hersteller-, produkt und –gewerkeneutral und hat einen Wert von 285 Euro, der Eigenanteil für Hauseigentümer im Landkreis Emsland beträgt 30 Euro. Die Beratungen sind Bestandteil der Energieberatung der Verbraucherzentrale und werden gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium.

Die sinkenden Preise für Solarmodule ermöglichen die Stromerzeugung zu 10-12 Cent pro kWh, der reguläre Strombezug liegt bei durchschnittlich 30 Cent pro kWh. „Es lohnt sich möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch im eigenen Haushalt zu verbrauchen“, bekräftigt Lorenz. Durch die Ersparnis von 18 bis 20 Cent pro kWh gegenüber dem Strombezug aus dem Netz refinanzieren sich die Anlagenkosten innerhalb von zehn bis 20 Jahren. Der ungenutzte Strom wird ins Netz eingespeist – hierfür erhält der Hauseigentümer aktuell ca. 9 Cent pro kWh.

Nach Angaben der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen wurden im Emsland im vergangenen Jahr rund 41,8 Megawatt Leistung neu installiert und damit deutlich mehr Solarstromanlagen gebaut als in den Vorjahren. Damit sind über 529 Megawatt installierter Leistung an Solarstrom im Emsland verbaut.
Anmeldungen für den Solar-Check nimmt die EEA-EL vom 8. Juni bis zum 18. September von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 09.00 bis 16.00 Uhr und Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr unter der Telefonnummer 05931-44 50 68 oder per E-Mail an johannes.lorenz@emsland.de entgegen.

Bild: Schaubild der insgesamt installierten Leistung von Photovoltaik in Niedersachsen.
(Quelle: Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachen)


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