„Das Wissen, wo die Energie bleibt kann Geld sparen“

20.09.2012

Energietransparenz kann bares Geld sparen, darin waren sich Christian Nienhusmeier (Klasmann-Deilmann), Dr. Viktor Heidt (RWE) und Wilfried Gravel (EEA-EL) sicher.

Veranstaltung der EEA-EL zeigt Unternehmen Energieeinsparungen auf

Freren. „Energiedatentransparenz. Wissen Sie, wo Ihre Energie bleibt?“ - so lautete das Thema der kostenfreien Vortragsveranstaltung der Energieeffizienzagentur Emsland (EEA-EL). Im RWE Technikstützpunkt Freren wurde Unternehmern anhand von Vorträgen aufgezeigt, wie mit genauer Analyse von Energiedaten Einsparungspotentiale erkannt werden können.

Dr. Viktor Heidt von der RWE Energiedienstleistungen GmbH sprach über „Energietransparenz im Unternehmen“ und erklärte den rund 30 Unternehmensverantwortlichen, inwiefern eine Datenanalyse zur Energieeffizienz im Unternehmen beitragen kann. „Wichtig ist, Energie nicht einmalig, sondern nachhaltig zu betrachten“, betonte Heidt. Bei den Tarifpreisen des Stroms seien besonders die Zeiträume kostenintensiv, die einen Spitzenverbrauch, dass heißt eine Spitzenlast, bedeuten. Geht der Stromverbrauch also über die im Tarif enthaltene Grundlast hinaus, zahlt der Verbraucher mehr. Darum sei die nachhaltige Analyse der Energiedaten so wichtig. „Wenn Sie anhand der Daten ablesen können, wann ihr Unternehmen eine Spitzenlast produziert, lassen sich Maßnahmen ableiten, diese zu umgehen und damit Kosten zu senken“, erklärt Heidt. Als Beispiel nannte er ein Logistikunternehmen, welches mit Hilfe einer günstigen Zeitschaltuhr seine Elektrogabelstapler zeitversetzt auflädt, um so Spitzenlasten zu vermeiden. Werbung machte der RWE-Mitarbeiter auch für die Einführung von Energie-Management-Systemen (EMS) vor allem bei dem produzierenden Gewerbe. „Durch die Einführung eines EMS wie die DIN ISO 50001 gestalten die Unternehmen ihre Energieverbräuche nicht nur effizient, Sie sparen auch Steuern“, so Heidt. So seien ab nächstem Jahr Steuererstattungen der Energiesteuer nur noch bei der Vorlage eines Energie-Management-Systems möglich. Als weiterer Gastredner berichtete Christian Nienhusmeier von der Klasmann-Deilmann GmbH direkt aus der Praxis über die zunehmende Möglichkeit für Unternehmer, Energie- und Kosteneinsparungen abzuschätzen und zeigte anhand seines Unternehmens die Instrumente und Vorteile der Energiedatenanalyse auf. Doch auch für andere Branchen birgt die Energiedatentransparenz Potential. „Im Bereich Beleuchtung lassen sich bis zu 70 Prozent der Energie und bei Druckluft bis zu 50 Prozent einsparen.“, bestätigt Wilfried Gravel von der EEA-EL. Die EEA-EL steht kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite, die ihre Energieeffizienz steigern wollen. Gleichzeit hat sie es sich zum Ziel gemacht, den CO2-Ausstoß nachhaltig zu minimieren und die Umwelt damit zu entlasten. „Je mehr Unternehmen das immense Potential der Energieeffizienz erkennen, desto mehr wird über Energie nachgedacht. Und das ist ein sehr guter Anfang.“, bemerkt Gravel.


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